camper
Januar 1, 2007

Ein Abenteuer erleben, Neues entdecken, eine Strecke erfahren, hinaus in die Natur.
ein projekt von jan lenze und claudius janser
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Der Camper, eine mobile Unterkunft, ein Möbel auf Rädern für ein bis zwei Reisende. Das Reisemobil sollte für den Transport möglichst klein und kompakt sein, durch zusammenklappen und ineinander schieben wird seine Größe auf ein Minimum reduziert. Zusammengeschnürt kann er so z.B. auf der Ladefläche eines Pickup`s transportiert werden. Dadurch ist der Reisende ist mit seinem Gefährt sehr flexibel, geländetauglich und kann auch abseits von befestigten Strassen in der Natur leben und entspannen.


An seinem Zielort angekommen, wird der Camper mit vier Kurbelstützen etwas angehoben, das Fahrzeug fährt hinaus und der Camper entfaltet sich zu seiner wahren Größe. Es entsteht ein spannendes Zusammenspiel aus verschiedenen Räumen und Bereichen, welche je nach Tageszeit oder Wetterlage genutzt werden können. Der Freiraum ist der größte Bereich und bildet interessante Übergänge von innen nach außen. Das vor Regen schützende Dach wird durch versetzt angeordnete Wandscheiben getragen, die sich gegenseitig aussteifen und zudem spannende Ein- und Ausblicke ermöglichen. Die rückseitige Wand des Raumes ist nur halbhoch geschlossen, kann aber durch verschieden einsetzbare Wandscheiben oder textil bespannte Rahmen teilweise geschlossen werden. Der Raum ist aber eigentlich als luftiger Tagesbereich gedacht, der sich seiner Umgebung öffnet und die Natur mit in den Wohnraum einbezieht. Schützender Bereich des Campers ist ein Kubus, der aus dem Freiraum ähnlich wie ein Schubkasten heraus geschoben und aufgeklappt wird. Er dient als schützender Rückzugsort bei schlechtem Wetter und Kälte. Durch seinen dunklen Anstrich heizt sich der kleine Raum während dem Tag auf und gibt die Wärme in den Abendstunden wieder ab. Die Möblierung ist auf eine einfache Sitztruhe mit Stauraum und einen flachen Tisch vor dem Fenster reduziert. In dem Sitzbereich sorgen Kissen und eine Wandverkleidung aus Filz für Bequemlichkeit und Geborgenheit. Der Schutzraum lässt sich mit zwei Falttüren verschließen, so dass man bei Abwesenheit hier auch die wichtigsten Gegenstände verstauen kann. Über eine Leiter auf der Rückseite gelangt man auf das Dach des Schutzraumes, das gleichzeitig als Eingang für den Schlafbereich dient. Die Konstruktion des Daches ist einem Bootsdeck nachempfunden, bestehend aus schmalen Lärchenbrettern deren Fugen nach klassischem Vorbild durch Kalfatern abgedichtet werden. Das Deck ermöglicht dem Reisenden einen weiten Ausblick und in Richtung Osten ausgerichtet ein besonderes Erleben der Morgenstunden. Der Schlafbereich öffnet sich durch ein hochstellbares Zinkdach mit textilen Seitenwänden. Die Reisenden können so auf einem Shiatsu Futon über der Erde schwebend, in Sicherheit schlafen. Das Schlafdach ist auch zu erreichen und zu nutzen, wenn sich der Camper auf dem Pickup befindet; ohne große Mühe und Zeitaufwand kann der Reisende ruhen, auch wenn der Zielort noch nicht erreicht ist.

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